Fondausstieg gründet Schutzgemeinschaft für Anleger von Flugzeugfonds

Die Initiative Fondsausstieg betreut seit 2017 zunehmend Investoren, welche in Flugzeugfonds – zumeist mit dem Investitionsobjekt A380 – investiert haben. Nunmehr drohen die einstiegen gut laufenden Fonds zu einem finanziellen Desaster für die Investoren zu werden. Die Initiative Fondsausstieg hat daher die Interessen- und Schutzgemeinschaft für Investoren von Flugzeugfonds gegründet. Ziel dieser Initiative, der sich zahlreiche Investoren bisher angeschlossen haben ist es, den entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten. Hierzu nachfolgende Informationen.

Erzwungene Parkposition
Viele Emittenten wie Dr. Peters, Doric oder HCI haben seit 2007 eine Vielzahl von Flugzeugfonds aufgelegt. Die Fonds halten in der Regel ein Passagierflugzeug. Die Gesamtinvestitionskosten stammen meist etwa zur Hälfte von Anlegern, also den Investoren, zur Hälfte sind sie fremdfinanziert. Die Flugzeuge werden von den Fluglinien Emirates, Virgin America, Singapore Airlines und Air France zunächst für die Dauer von 10 Jahren geleast. Das Problem bei den Fonds ist derzeit die Anschlussnutzung nach dem Auslaufen der ersten Leasingverträge mit den Fluggesellschaften.

Die Flugzeuggesellschaften weigern sich derzeit die Leasingverträge für die Flugzeuge zu verlängern. Dies liegt vor allem an zwei wesentlichen Punkten:

  1. Der A380 ist ein für die Personenbeförderung völlig unrentables Flugzeug. Zahlreiche Fluggesellschaften haben den A 380 aus dem Flottenbestand ersatzlos gestrichen.
  2. Die Coronapandemie sorgt für einen starken Rückgang des Flugverkehrs auch über die Zeit der eigentlichen Pandemie hinaus.

Die Airlines hatte bereits 2016 mitgeteilt, die Leasingverträge nicht mehr verlängern zu wollen, dieser Trend hat sich leider nach 2016 verstärkt fortgesetzt. Mit einsetzen der Coronapandemie ist nunmehr das endgültige aus für die Flugzeugfonds gekommen.

Risiken von Flugzeugfonds
Wie eingangs beschrieben handelt es sich bei Flugzeugfonds vermeintlich um eher sichere und renditeträchtige Investitionen. Dies gilt insbesondere im Vergleich zu anderen geschlossenen Fondsbeteiligungen, wie z.B. Immobilien- oder Schiffsfonds.

Allgemeine Risiken
Risiken bestehen vor allem durch das Anschlussleasing und beim Verkauf des Flugzeugs.

Die Laufzeit des Leasings ist immer festgelegt. Allerdings lassen sich nicht immer geeignete Interessenten finden, die ein gebrauchtes Flugzeug leasen oder kaufen möchten. Entscheidend ist sicherlich, wie modern das Flugzeug ist. Je moderner, desto höher die Chancen, dass das Flugzeug nach Ablauf der Vertragszeit gekauft oder erneut geleast wird. Im Februar 2019 wurde verkündet, dass die Produktion des A380 eingestellt wird, da die Nachfrage am größten Passagierflugzeug der Welt stark gesunken ist. Das letzte Flugzeug des Typs soll im Jahr 2021 gefertigt werden. Dieser Effekt sorgt dafür, dass sich das Risiko des Anschlussleasings voll verwirklicht hat.

Zu berücksichtigen sind zudem weitergehende Haftungsrisiken bei ausländischen Vertragspartnern. Viele rechtliche Regelungen sind im Ausland anders als in Deutschland. Hier kann es zu Problemen kommen. Auch bestehen bei ausländischen Vertragspartnern Währungsrisiken.

Mittlerweile haben viele Anleger die Kehrseite der Vorteile, also die Nachteile, erlebt. Über diese Risiken wurden viele Anleger nie ordnungsgemäß aufgeklärt und belehrt:

Wirtschaftskrise bringt Flugzeugfonds in Schieflage
Die Weltwirtschaftskrise Ende 2007 verschonte auch nicht die Flugzeugfonds. Der deutliche Rückgang der Passagierzahlen schmerzte vor allem die kleineren Fluggesellschaften. Aufgrund der hierdurch bedingten extremen Gewinneinbrüche wurde die Zahlung von bestehenden Leasingraten eingestellt. Dementsprechend konnten keine Ausschüttungen an die Anleger von Flugzeugfonds vorgenommen werden.

Derzeitige wirtschaftliche Auswirkungen
Immer mehr Fluggesellschaften möchten nach Ablauf des Leasingvertrags das Flugzeug zurückgeben. An einem anschließenden Kauf der Maschine besteht bei immer weniger Airlines ein Interesse. Zudem warten bereits jetzt schon diverse gebrauchte und nicht übernommene A380 auf potentielle Abnehmer. Andere Flugzeuge wurden bereits in ihre Einzelteile zerlegt, da es keine Kauf- oder Leasinginteressenten gibt. Aufgrund der geringen Nachfrage sind die Prognosen der Fonds nicht zu halten. Ohne Verlängerungsoptionen oder Abnehmer nach Ablauf der Leasingverträge werden die vorgegebenen Ziele der Fonds nicht zu realisieren sein. Anleger müssen bezüglich ihres Geldes bangen.

Folgen für die Investoren
Kann das Flugzeug nach Ablauf der Leasingzeit nicht verkauft werden oder bleibt der Veräußerungserlös im Falle eines Verkaufs deutlich unter den prognostizierten Erwartungen, steigt das Risiko, auf hohen Verlusten sitzen zu bleibe. Dies gilt ebenso für den Fall, dass die leasende Airline in Zahlungsschwierigkeiten kommt.

Wie oben angeschnitten, befinden sich die meisten Fluggesellschaften aufgrund des derzeitigen Corona-Virus in einer finanziellen Schieflage. An einen Kauf eines gebrauchten Flugzeugs denkt im Moment keine einzige Airline. Ganz im Gegenteil wird versucht, im Eigentum stehende Flugzeuge zu verkaufen oder zu vermieten.

Welche Möglichkeiten haben Anleger?
Die Investoren sind nicht rechtlos gestellt. Es gibt zahlreiche Faktoren und Mechanismen die ergriffen werden können, um die Verluste der Investoren so gering wie möglich zu halten. Welche für Sie die beste Variante ist, ist hingegen eine individuelle Einzelfallprüfung, die auch mit dem Investor vertraulich abgestimmt werden muss und sollte. Nachfolgend einige Beispiele für eine Verlustminimierung, wie wir Sie als Initiator der Schutzgemeinschaft für eine Vielzahl von Investoren durchgeführt haben:

  1. Widerruf:
    In engen Voraussetzungen kann der Fondsbeitritt Widerrufen werden. Dies ist immer dann möglich, wenn bestimmte rechtliche Voraussetzungen vorliegen (Haustürsituation und Fernabsatzvertrag) und es ein Tatsächliches „Auseinandersetzungsguthaben der Gesellschaft gibt. Denn der Investor hat in diesem Fall nur Anspruch auf das aktuelle Guthaben der Gesellschaft (Außeinandersetzungsguthaben).
  1. Fondsabwicklung
    Die Initiative Fondsausstieg und unsere Kooperationspartner (u.a. die Kanzlei Hoppe Rechtsanwälte) verfügen über ein breites Netzwerk in nahezu jede Zweitmarktplattform. Ebenfalls sind unserem Netzwerk die institutionellen Käufer (meist Gesellschaften) bekannt. Wir können daher versichern, dass wir die Beteiligung nach unserem Best- Price Prinzip abwickeln. Dies haben wir in der Vergangenheit bereits mit einer Vielzahl von Investoren praktiziert. Die jeweiligen Kurse sind dabei volatil und von Beteiligung zu Beteiligung sehr unterschiedlich. Sie können hier auf die Fachkundige Beratung unserer Kooperationspartner vertrauen.
  1. Beratungshaftung
    Dem Investor stehen Schadensersatzansprüche zu, sofern er nicht vollständig oder nicht richtig aufgeklärt wurde. Hat die Bank oder der Anlageberater nicht umfassend über die Konsequenzen einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds oder über die damit verbundenen Risiken aufgeklärt, können sich hieraus Schadensersatzansprüche ergeben. Diese Ansprüche unterliegen einer genauen und individuellen Einzelfallprüfung. Auch hier stehen unsere Kooperationspartner den Investoren zur Seite.

Wie ersichtlich, verfügen wir über ein breites Wissen und Netzwerk die den Investoren entstandenen Verluste so gering wie möglich zu halten. Wichtig ist uns bei unserer Arbeit, dass Sie durch unsere Tätigkeit einen wirtschaftlichen Mehrwert erlangen. Dies ist uns in der Vergangenheit in allen von uns behandelten Fällen auch gelungen. Konsequenterweise ging aus unserer bisherigen Tätigkeit daher die Gründung der Schutzgemeinschaft für Anleger von Flugzeugfonds hervor.

Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne an, oder Schreiben uns. Sie erreichen und telefonisch unter 0431 55680042, Mail info@fondsausstieg.com oder per Post.