Tanker auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Kiel, Deutschland

Schiffsfonds

Die weltweite Finanzkrise hat auch die Schifffahrtsbranche, insbesondere der Containerschiffe, getroffen. Viele Schiffsfonds stehen kurz vor der Insolvenz und benötigen dringend neues Eigenkapital zum Überleben. Einem Großteil der geschlossenen Schiffsfonds in Deutschland drohen erhebliche Probleme. Schlimmstenfalls müssen betroffene Anleger mit einem Totalverlust rechnen.

Schifffonds sind als absolut spekulative Kapitalanlagen zu bezeichnen und waren in den Boomjahren vor 2003 oft ein geeignetes Steuersparmodell für Besserverdiener und Freiberufler. Jedoch verkauften Banken und Vermittler diese hochriskanten Beteiligungen auch an unerfahrene Kleinanleger, wobei Renditen bis zu 13% oder mehr in Aussicht gestellt wurden.

Bisher bemerkten die Anleger noch nichts von dem bevorstehenden Desaster, außer der Tatsache, dass Ausschüttungen nicht wie geplant ausgezahlt wurden. Wenn sich die entsprechenden Schifffonds nunmehr in akuter Finanznot befinden, werden Investoren sogar dazu aufgefordert, bereits getätigte Auszahlungen zurück zu überweisen oder Gelder nachzuschießen. Auch hier können wir mit entsprechenden Schreiben helfen, denn der BGH hat entschieden, dass Ausschüttungen meist nicht zurück zu zahlen sind. Dies hängt von der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags ab.