Haftungsfragen

Im Hinblick auf die Haftung der Investoren eines geschlossenen Fonds, muss man zwischen zwei Rechtsformen unterscheiden, die der Beteiligung als GbR-Gesellschafter und die der Beteiligung als Kommanditist.

Bleibt der wirtschaftliche Erfolg aus, kann es je nach Rechtsform des geschlossenen Fonds zu einer Nachschusspflicht kommen. Das ist vor allem bei GbR-Fonds der Fall. Der GbR-Gesellschafter kann voll haftbar gemacht werden, was bedeutet, dass auch sein Privatvermögen im Zweifelsfall in die Haftungsverpflichtung mit einbezogen werden kann. Geschlossene Fonds in dieser Rechtsform stellen allerdings die Ausnahme dar, denn kaum ein Anleger ist bereit, diese Risiken einzugehen.

Aus diesem Grund haben sich geschlossene Fonds, die in der Form einer Kommanditgesellschaft (KG) geführt werden, wesentlich stärker durchsetzen können. Bei ihnen haftet der Anleger in seiner Eigenschaft als Kommanditist mit seiner Einlage. Allerdings kann dabei die Haftung für erhaltene, jedoch durch den Fonds nicht erzielte Ausschüttungen wiederaufleben.

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